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Umfrage von Creditsafe Deutschland zum Thema "Einsatz von Wirtschaftsinformationen"

19.08.2014 – Creditsafe Deutschland führte eine zweijährige anonymisierte Umfrage mit insgesamt 2000 Unternehmen durch. Ziel der Befragung war es, neben den Erfahrungen und Empfindungen der User, das Nutzungsverhalten und die Einsatzgebiete von Wirtschaftsinformationen zu analysieren. Die Befragten waren Verantwortliche für den Einkauf, für Finanzen / Controlling und Geschäftsführer – zum Großteil aus mittelständischen Unternehmen. Von den Befragten agierte der überwiegende Teil in der Baubranche (662 / 33,1%), gefolgt vom Handel (518 / 25,9%), dahinter Maschinenbau/metallverarbeitende Industrie (461 / 32,05%) und der geringere Teil aus dem Logistiksektor (359 / 17,95%). Die Umfrage startete im März 2012 und Endete im Mai 2014, als die Zielmarke von 2000 Gesellschaften erreicht wurde – danach erfolgte die Auswertung.

Nutzung von Wirtschaftsinformationen

Alle Befragten nutzen oder nutzten in den Jahren zwischen 3/2012 und 5/2014 Wirtschaftsdaten im Geschäftsbetrieb. Genau die Hälfte der Befragten nutzen zwischen 11 und 100 Informationen im Jahr, ca. 25% nutzen weniger als 11 Auskünfte, 15% nutzen 101 bis 250 Auskünfte und 10% nutzen mehr als 250 Wirtschaftsauskünfte jährlich. Die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten haben verschiedene Gründe. So hat die Gruppe, die weniger als 11 Auskünfte im Jahr nutzt, den Preis bemängelt – häufig kostet eine einzige Auskunft über 50 Euro und ist besonders den kleineren bis Kleinstbetrieben zu kostenintensiv. Unternehmen, die 11 bis 100 Auskünfte nutzen, nannten die kostspieligen Doppelabfragen als Hauptgrund, weshalb sie nicht mehr Firmenauskünfte nutzen würden.

Wichtig zu wissen ist: Wirtschaftsdaten mit der enthaltenen Bonitätsbewertung und Kreditlimit können sich im Laufe des Jahres ändern, nicht selten kommt es vor, dass ein zuvor solides Unternehmen aufgrund von unvorhergesehen Ereignissen in Schieflage gerät. Dies stellt ein Problem für die Geschäftspartner dar. Also ist es sinnvoll in regelmäßigen Abständen die „Wirtschaftlichkeit“ des Partners zu überprüfen. Dieser Sachverhalt ist allerdings auch sehr kostspielig, da bei den meisten Anbietern für Wirtschaftsinformationen pro Auskunft abgerechnet wird und nicht in einem Jahres-Festpreis-Modell.

Die 17% der Befragten, die 101-250 Auskünfte nutzen, haben die Datenqualität von Auslandsauskünften bemängelt. Der überwiegende Teil der Unternehmen in diesem Sektor ist auf den Export ausgerichtet, folglich benötigen Sie Wirtschaftsdaten von Unternehmen in die in importstarken Ländern wie beispielsweise den USA, Frankreich, Russland oder Italien. Da die meisten Wirtschaftsauskunfteien weniger international ausgerichtet sind, müssen sie Daten von Fremdanbietern kaufen, deren Datenqualität häufig nicht zufrieden stellend ist, wie die Umfrage bestätigt. Der geringere Teil von Befragten Unternehmen (8%) hält kein größeres Nutzungsvolumen für nötig. In dieser Gruppe sind die größeren Firmen zu finden – und diese nutzen neben Wirtschaftsinformation eine Reihe von internen Steuerungselementen zur Risikoprävention.

Kosten für Wirtschaftsinformationen/Firmenauskünfte

Die Nutzung von Wirtschaftsinformationen wird stark von der Kostenfrage beeinflusst. Firmenvollberichte kosten in der Regel zwischen 30 – 120 Euro, je nach Umfang. Etwa 1.200 (60%) der befragten Firmen halten ihre derzeitigen Ausgaben für Firmenauskünfte für zu hoch. Sie bemängeln vor allem, dass sich in den vergangenen Jahren nichts an den Preisen geändert hat.

1.166 Firmen zahlen zwischen 1 und 500 Euro jährlich, 360 Gesellschaften zwischen 501- 1000 Euro, 378 Unternehmen zahlen zwischen 1001-5000 Euro und der geringste Teil der Teilnehmer, 96 Firmen, zahlen mehr als 5.000 Euro im Jahr. Als größtes Ärgernis bei der Kostenfrage gaben die meisten Unternehmen, 1.500 (75%), die Doppelabfragen an, d.h. die mehrfachen Bonitätsabfragen innerhalb eines Jahres zu Partnerunternehmen. Häufig werden Frühwarnsysteme genutzt, die bei kleinster Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse des zu „überwachenden“ Unternehmens Alarm schlagen. Daraufhin will der Unternehmer natürlich wissen, was sich bei seinem Geschäftspartner geändert hat und zieht eine neue Firmenabfrage; dies sind dann immer wieder neu generierte Kosten, die mehrmals in einem Jahr entstehen und sich summieren. Weiterhin wurde auch eine Jahresgebühr, wie sie einige Anbieter von Wirtschaftsinformationen verlangen, kritisiert. 1.340 (67%) aller Befragten würden sich im Zweifel lieber nicht über Jahre hinweg binden und auf Gebühren außerhalb der Auskunft-Abfrage verzichten. Nur 400 Firmen (20%) halten eine langjährige Vertragsbindung für sinnvoll und haben auch gegen die Entrichtung einer Mitgliedsgebühr nichts einzuwenden. Viele von ihnen begründeten dies mit der Hoffnung auf Preisstabilität über mehrere Jahre, denn teilweise wurden Preise oder Leistungen jährlich geändert – oft zum Nachteil der Unternehmen.

Einsatzgebiete von Firmenauskünften

Die klassische Nutzung von Wirtschaftsinformationen definiert sich vor allem über die Risikoprävention. Nach wie vor setzt der überwiegende Teil der Firmen, 1.338 (66,9%), die Wirtschaftsinformationen ein, um Zahlungsausfällen vorzubeugen und oder das Kreditlimit zu bestimmen. 400 Gesellschaften (20%) nutzen Wirtschaftsinformationen für die Informationsbeschaffung in Bezug auf die Neukundenakquise. Besonders wichtig finden Unternehmer die weitreichende Vernetzung, beispielsweise sollten unter dem Punkt „weitreichende Informationen zur Geschäftsleitung“ die gesamten Posten, eingeschlossenen der Positionen im Ausland, die die Zielperson bekleidet, sichtbar sein. Die weitreichende Vernetzung spielte für die Maschinenbau/metallverarbeitende Industrie (560 Unternehmen / 28% der Befragten) und für die Logistikbranche (460 / 23%) bei der Anbieterfindung eine entscheidende Rolle. Ein geringer Teil, 5% der Teilnehmer, setzt die Auskünfte und das dazugehörige Frühwarnsystem ein, um den Wettbewerb zu überwachen. Besonders die Beteiligungsstruktur an anderen Unternehmen und die allgemeine Gruppenstruktur sind in diesem Zusammenhang essentielle Punkte, ergab die Befragung. In der Gruppenstruktur sind alle Unternehmen, die in wirtschaftlicher Verbindung zum Zielunternehmen stehen, aufgelistet.

Creditsafe Firmenauskunft

Die Creditsafe Firmenauskünfte bieten umfassende Informationen zu der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens auf Basis von verfügbaren Registerdaten und weiteren relevanten Datenquellen. Zu der Creditsafe Firmenauskunft gehören Bilanzen, Informationen zu Geschäftsführern und Gesellschaftern, Unternehmensverflechtungen, ein Branchen-Benchmark, Insolvenzinformationen, ein Überwachungsservice, eine Portfolio-Analysefunktion sowie ein internationaler Inkassoservice.

Über Creditsafe

Creditsafe ist der am meisten genutzten Anbieter von Firmen-Bonitätsauskünften welteit. Mehr als 80.000 Unternehmen prüfen und überwachen ihre Kunden und Lieferanten mit Wirtschaftsauskünften von Creditsafe, um mögliche Ausfallrisiken zu minimieren. Creditsafe bietet ein flexibles Preismodell bis hin zur Festpreisoption für derzeit 15 Länder in Europa und den USA. Die Creditsafe Datenbank umfasst Auskünfte zu mehr als 120 Millionen Unternehmen. 1997 in Norwegen gegründet, beschäftigt die Creditsafe Gruppe mehr als 800 Mitarbeiter. Mit einem globalen Partnernetzwerk deckt Creditsafe auch weltweite Auskunftsanforderungen ab.

Kontakt

Ansprechpartner: Katharina Heberlein (Marketing)
Anschrift: Creditsafe Deutschland GmbH
Charlottenstrae 68 71
10117 Berlin
Telefon: 030 8878 90-90
Internet: http://www1.creditsafede.com
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One comment

  1. Creditsafe ist günstig und hat eine gute Struktur der firmenauskünfte. Ich nutze sie vor jeder neuen Geschäftsanbahnhng.

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