Croupier – Traumjob oder Albtraumjob?

Croupier – Traumjob oder Albtraumjob?

Immer wieder ist in den „007“ James Bond Streifen, der Agent mit der Lizenz zum Töten zu sehen, wie er hohe Geldbeträge verzockt. Selbst in Hangover werden einige Scheinchen auf Kartenspiele gesetzt, sowie auch in „21“ einem Hollywoodstreifen, bei dem es sich um eines der beliebtesten Kartenspiele dreht: Blackjack. Dabei kann das Leben des Croupiers sehr spannend sein und viele haben den Gedanken diese Laufbahn einzuschlagen, um an dem Glück anderer teilzuhaben. Dabei kommt sicherlich auch die Frage auf, wie viel in die eigene Tasche fließt.

Croupiers müssen viel Geld händeln können

Als Croupier in der Ausbildung wird kein Gehalt gezahlt, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht in einer Spielbank gearbeitet wird – sondern es wird ausschließlich geübt. Erst nach ein paar Monaten Ausbildung und der beschlossenen Abschlussprüfung ist es möglich, in einem Casino die Karten und Jetons zu händeln. Noch ist die Ausbildung zum Croupier staatlich anerkannt und damit wird sie auch nicht an den staatlichen Berufsschulen angeboten. Die Ausbildung zum Croupier finden zumeist in den Casinos oder den Casino-Schulen statt. Was die Ausbildungszeit angeht, so ist diese mit zwei bis acht Monaten – je nach Schule – deutlich kürzer als andere Lehrberufe. Wer die Ausbildung zum Croupier beginnt, der muss an einem theoretischen sowie praktischen Unterricht teilnehmen. Neben dem Lernen der Spielregeln sämtlicher Casinospiele gehört zum theoretischen Bereich auch der Besuch von Seminaren zum Thema Spielsucht. Wann sollte die Berufslaufbahn Croupier eingeschlagen werden? Wenn ...
  • das Kopfrechnen total leicht fällt,
  • Glücksspiele wie Poker, Blackjack, Roulette und Co. von großem Interesse sind,
  • es leicht fällt, mit Geld umzugehen.
Keinesfalls sollte diese Laufbahn in Angriff genommen werden, wenn ...
  • Nachtarbeit ein absolutes No-Go ist,
  • große Geldsummen zu Schweißausbrüchen führen,
  • nur deutsch auf der Arbeit gesprochen werden soll.


Mindestgehalt und die Laune der Gäste

Gern hören Croupiers und Dealer den Satz „Ein Stück für den Angestellten“ nach Spielende. Der Grund ist, dass ihr Gehalt fast ausschließlich von Trinkgeldern, den sogenannten Troncs, finanziert wird. Und mit diesem Satz wird ausgesagt, dass ein Spieler einen Teil von seinem Gewinn an den Croupier abgibt. In den meisten der Casinos werden die Trinkgelder gesammelt und nach einem Punktesystem an die Mitarbeiter ausgezahlt. Natürlich erhalten sie auch ein Mindestgehalt und das darf keineswegs unterschritten werden und die Troncs werden auf dieses aufgerechnet. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 1470 Euro brutto ist für Croupiers seit Januar 2015 vorgeschrieben, sofern in Vollzeit gearbeitet werden. Keinesfalls darf weniger auf der Abrechnung stehen. Natürlich werden von dem Gehalt noch Steuern und Versicherung abgezogen, was bedeutet das nicht die gesamten 1470 Euro zur Auszahlung kommen. Im übrigen müssen auch die Trinkgelder versteuert werden, da sie vom Arbeitgeber als zusätzlicher Lohn ausgezahlt werden. Generell kann keine pauschale Aussage getroffen werden, wie viel ein Croupier monatlich verdient, da das Gehalt letztendlich von der Spendierlaune der Gäste abhängig ist – ähnlich wie in der Gastronomie. Doch in der Regel wird bei einem hohen Gewinn auch ein Tronc im Wert des Einsatzes spendiert. Dabei kann es sich durchaus schon einmal um hundert Euro oder mehr handeln. Jedoch sind heute in den Casinos und Spielbanken nicht mehr nur die Schönen und Reichen zu finden, sondern auch die Normalverdiener. Diejenigen die ohnehin nicht so viel Geld auf ihrem Konto haben, die werden zumeist dem Croupier nichts abgeben und den Gewinn für sich behalten. Doch mit Freundlichkeit, einem gepflegten Auftreten sowie Professionalität kann jeder Croupier nach seiner Ausbildung bei den Gästen punkten und seine Chance auf ein paar extra Taler erhöhen.

Die Aufstiegsmöglichkeiten

In den Spielbanken gibt es vor allem für die langjährigen und zuverlässigen Mitarbeiter Aufstiegsmöglichkeiten. Wer bereits über eine längere Zeit im Casino arbeitet, durch einwandfreien Service gegenüber den Gästen an den Tischen punktet, der kann zum Tischchef aufsteigen. In dieser Position wird über die Spiele und die anderen Croupiers gewacht. Der Verdienst eines Tischchefs beläuft sich zwischen 3000 und 4000 Euro – wobei es immer auf die Spielbank ankommt, in der man beschäftigt ist und auf die Troncs, die ausgezahlt werden. Wer es schafft zum Pit Boos oder Inspektor befördert zu werden, der kann sogar einen Verdienst bis zu 5000 Euro oder mehr verzeichnen, wobei in dem Fall wesentlich mehr Verantwortung auf einem lastet in Hinsicht auf die Mitarbeiter des Casinos und den Gästen.

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