FinTechs – Definition und Beurteilung einer neuen Unternehmens-Generation im Finanzdienstleistungsbereich – von Dr. Horst Werner

Was sind FinTechs ? Unpersönliche Technologie-Monster oder arbeitserleichternde Dienstleister, fragt Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ). FinTechs sind Finanzdienstleistungsunternehmen im weitesten Sinne zur automatisierten, unpersönlichen Abwicklung von Aufträgen, bei denen der Kunde seine sämtlichen persönlichen Daten nicht nur preisgeben muss, sondern auch noch selbst in die Speicherdateien der FinTechs eingeben muss. Die FinTechs-Unternehmer träumen davon, ihre Geschäfte ohne einen Ansprechpartner nur noch über einen IT-Roboter abwickeln zu können – ihre Aufgabe besteht letztlich nur darin, das Konto über Honorar- und Provisionseingänge zu kontrollieren. Der Computer erledigt alle Vertragsabschlüsse und generiert die Umsätze allein: Für die Kunden eine abscheuliche Entwicklung ! Als FinTechs können auch die vielen Vergleichsportale im Internet betrachtet werden, die Bank-Finanzierungsangebote oder Versicherungsdienstleistungen im Vergleich darstellen. Ziel der Vergleichsportale ist letztendlich, automatisierte Provisionsmaschinen für die Portalbetreiber zu sein. Dabei ist für die Betreiber das Potential für Interessenkonflikte außerordentlich groß.

Eine einvernehmliche Definition des Begriffs „FinTechs“ gibt es bislang nicht. Als Kombination aus den Worten „Financial Services“ und „Technology“ ist die Wortschöpfung entstanden. Allgmein versteht man unter FinTechs in bestimmter Weise technisierte Unternehmen, die mit Hilfe technologiebasierter, interaktiver Systeme spezialisierte und vermeintlich kundenorientierte Finanzdienstleistungen regelmäßig ohne persönliche Beratung anbieten. Die FinTechs ersparen sich Personal und insbesondere stationäre Geschäfts- und Filiallokale mit hohen Mietkosten. Sie sind deshalb eine starke Wettbewerbsbedrohung für kostenintensive Bank- und Sparkassenfilialen. Zudem suchen sich die jungen FinTech-Unternehmen aus der Geschäftsfeldern der Banken diejenigen automatisierbaren Geschäftsfelder heraus, die ertragreich gestaltet werden können.

Die Geschäftsmodelle von FinTechs, bei denen der Kunde alles selbst erledigen muss, sind vielfältig und können – je nach Ausgestaltung – eine Erlaubnis u.a. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) in Frankfurt/Main bzw. Bonn erfordern. Einen Überblick über die derzeit am häufigsten auftretenden Geschäftsmodelle finden Sie in der folgenden Aufzählung :

a) Abschlüsse von Versicherungsverträgen ( InsurTech )
b) Vertragsabschlüsse von Beteiligungs- und /oder Fondsverträgen
a) Alternative Bezahlverfahren
b) Automatisierte Finanzportfolioverwaltung
c) Crowdfunding und Crowlending
d) Automatisierte Anlageberatung
e) Portale zur automatisierten Auftragsausführung

In bestimmten Fällen müssen FinTechs, soweit diese die Kapitalaufnahme über Vermögensanlagen oder z.B. Fonds anbieten, ein Vermögensanlagen-Informationsblatt erstellen.

Die Darstellung der verschiedenen Geschäftsmodelle ist lediglich beispielhaft und stellt keine abschließende rechtliche Beurteilung oder sachliche Würdigung dar. Verbindliche Einschätzungen können jeweils nur aufgrund der individuellen Umstände im konkreten Einzelfall vorgenommen werden. Zur konkreten Prüfung einer weitergehenden Erlaubnispflicht können Interessenten sich über ein Auskunftsformular an die BaFin wenden; siehe den nachstehenden Link : http://www.bafin.de/SiteGlobals/Forms/Kontakt/Kontakt_FinTechs_Integrato... ).

Das Betreiben von genehmigungspflichtigen Zahlungsdiensten, Finanzdienstleistungen, Bank- oder Versicherungsgeschäften ohne entsprechende Erlaubnis ist gem. § 54 Kreditwesengesetz ( KWG ) strafbar.

Statistiken über FinTechs gibt es seit 2012. Großbritannien zählt international zu den Vorreitern der weltweiten FinTech-Entwicklung und beherbergt rund die Hälfte der im Jahr 2014 laut „FinTech 50“-Rangliste vielversprechendsten europäischen Unternehmen in diesem Wirtschaftssegment. Weltweit führend sind allerdings die USA mit einem Anteil von 60 % der FinTech-Investitionen, Deutschland kommt lediglich auf einen Anteil von 0,6 % aller Investitionen.


Pressemeldung von Pressemitteilung.WS (FinTechs - Definition und Beurteilung einer neuen Unternehmens-Generation im Finanzdienstleistungsbereich - von Dr. Horst Werner #652327)

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