Integrationsfaktor Ausbildung & Beruf

100 Gäste aus Wirtschaft und Politik, aus gemeinnützigen Institutionen und Verwaltung sowie dem Ehrenamt informierten sich am 3. Dezember 2015 in der IHK Ostwürttemberg. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Agentur für Arbeit Aalen hatte die IHK zu einem Informationsaustausch über Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylbewerbern eingeladen. Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion bezog nicht nur Stellung zur Flüchtlingspolitik in Baden-Württemberg, sondern nahm auch Anliegen aus Ostwürttemberg an die Landespolitik mit.

Zum Informationsaustausch kamen am 3. Dezember 2015 knapp 100 Gäste, Unternehmensvertreter, Institutionen, gemeinnützige Träger, Schulen und die Politik in die IHK Ostwürttemberg nach Heidenheim. IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Moser begrüßte die Gäste und hob dabei deutlich hervor: „Unser Dreiklang heißt: Sprache, Ausbildung, Beschäftigung. Ein ambitioniertes Vorhaben, aber ohne Ambitionen wird es nicht gehen.“

Die Flüchtlingspolitik des Landes im Hinblick auf die Integration der Zugewanderten über Ausbildung und Beruf standen beim Impulsvortrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion Claus Schmiedel im Vordergrund. Schmiedel selbst ist dabei engagierter seit Jahren – nicht zuletzt, weil es um Bildungspolitik im Allgemeinen geht. Für das duale Berufsausbildungssystem macht sich der ehemalige Berufsschullehrer unter anderem stark, wenn es um Projekte zur Durchlässigkeit des Systems und die Erhöhung der Qualität in der beruflichen Ausbildung geht.

Dem fachlichen Informationsbedarf an diesem Abend begegneten die Regionalkoordinatorin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Carmen Niehues und Martin Mayer, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Aalen. Beide gaben zahlreiche praxisrelevante Informationen, die bei Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylbewerbern greifen.

Michaela Eberle, IHK-Projektkoordinatorin „Flüchtlinge in Ausbildung“ moderierte das anschließende Podiumsgespräch. Daran beteiligten sich neben Claus Schmiedel auch der Landrat des Ostalbkreises Klaus Pavel, Ralph Heinisch, CEO der Weleda AG, Stephan Schulz, CFO der Hartmann Group und Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen.

Fest entschlossen sei die Weleda AG, so Ralph Heinisch, die soziale Verantwortung anzunehmen, einen Beitrag für eine gelingende Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt zu leisten. „Wir starten deshalb das Projekt ‚Vielfalt gewinnt!‘, bei dem wir Perspektiven für Menschen mit Fluchterfahrungen schaffen.

Auf die Frage, wie die aktuelle Situation der Zuwanderung auf den Personalbedarf bei der Hartmann Group passe, nannte Finanzchef Stephan Schulz bereits konkret erste Erfahrungen bei Beschäftigungsverhältnissen. Schulz: „Hartmann engagiert sich bereits aktiv bei der Aufnahme und beruflichen Integration von Flüchtlingen.“ Schulz wies aber ebenso darauf hin, dass die berufliche und gesellschaftliche Integration allein durch die Unternehmen nicht zu stemmen sei. Dazu benötige es einen politischen und gesellschaftlichen Konsens bei der sozialen Integration.

„Gerne sind wir zuverlässiger Partner in einem großen Netzwerk“, griff Landrat Klaus Pavel den genannten Konsens auf. Auch sei es selbstverständlich, die Unternehmen dahingehend zu unterstützen. „Der Ostalbkreis bietet den Menschen bereits während der vorläufigen Unterbringung Sprachkurse an und ist behilflich bei der Suche nach gemeinnützigen Arbeitsangelegenheiten.“ Zudem stehe in separat eingerichteten Klassen in drei beruflichen Schulzentren Sprache und Berufsvorbereitung im Vordergrund. „Unser Jobcenter hat inzwischen für seinen Rechtskreis kurzfristig umsetzbare Maßnahmenangebote erarbeitet“, so Pavel weiter.

Gerade die duale Berufsausbildung wird - mindestens langfristig bei der Integration der jetzigen Zuwanderer - einen wichtigen Part übernehmen können. „Deshalb wird auch unser Beitrag nicht mit Informationen und Einzelvermittlungsversuchen komplett sein“, so Michaela Eberle, die die Projekte auch im regionalen Netzwerk abstimmt. „Wir werden uns dabei auf die Vermittlung des Erfolgsmodells „duale Berufsausbildung“ konzentrieren, Engpassberufe im Blick haben und Qualifizierungsmaßnahmen auch für diejenigen bieten, die nicht oder noch nicht ausbildungsfähig sind.“

An die Landespolitik ging dabei die Bitte nach einer transparenten Projekt- und Förderlandschaft, um den Aufbau klarer Strukturen in einer regionalen Koordination zu unterstützen. „Wir setzen hier stark auf Verzahnung unserer Agentur für Arbeit mit den Kommunen und Kammern“, richtete sich Elmar Zillert an den SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Stuttgart. Gute Projekte und Beispiele, was zielführend sei, gäbe es bereits im Land.

Informationen für Unternehmen, Schulen und Ehrenamt hält die IHK Ostwürttemberg auch online unter www.ostwuerttemgberg.ihk.de in einer separat eingestellten Informationsplattform zur Verfügung.

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