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Neue Herausforderungen durch geänderte Zulassungsverfahren


Die EU-Kommission plant bedeutende Änderungen am Verfahren der Europäischen Typgenehmigung für Fahrzeuge und deren Teile. Dies war ein bestimmendes Thema auf einer Fachtagung der TÜV SÜD Akademie Ende November. Mit der Veranstaltung „Homologation“ bietet TÜV SÜD internationalen Experten ein Podium. Mehr als 130 Experten aus Industrie und von Behörden waren dazu in der TÜV SÜD Konzernzentrale in München zusammengekommen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen und Ergebnisse:

Kein Großserienfahrzeug wird heute mehr nur noch in einem Land zugelassen. Das Gleiche gilt für Komponenten und selbst für Einzelfahrzeuge, die selten nur noch national homologiert werden. Mit dem Boom der asiatischen Märkte sind auch deren Zulassungsmodalitäten in der Bedeutung gewachsen – ein zentrales Thema der diesjährigen Fachtagung Homologation. Eine besonders große Rolle spielten dabei Fragen bei der Zulassung von Elektrofahrzeugen.

Dazu Mark Wummel, Kraftfahrt-Bundesamt (KBA): „Wir rechnen damit, dass die EU-Kommission durch die Revision der Rahmenrichtlinie 2007/46/EG an Einfluss gewinnt.“ Das bedeute sicher mehr Bürokratie. Schwerer würde es beispielsweise, bestehende Genehmigungen auf neue Fahrzeugmodelle zu erweitern.

Hierzulande soll an anderer Stelle vereinfacht werden. „Die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) wird derzeit auf Bitten der Bundesländer überarbeitet“, berichtete Daniel Westhoff vom Bundesverkehrsministerium. Die Neufassung wird zahlreiche Änderungen enthalten. Kennern des Rechtwerks wird der Begriff „Betriebserlaubnis“ fehlen – ersetzt durch „Genehmigung“. Der Name der Vorschrift selbst wird aber – in Abkehr zu früheren Plänen – nicht geändert. Vieles wird in der Neufassung nicht mehr geregelt. Dazu gehören die Bestimmungen zu Fahrerlaubnissen, die bereits an anderer Stelle erfasst sind. Auch viele technische Einzelvorschriften dürften wegfallen, weil sie von ECE Richtlinien ersetzt wurden.

Überhaupt spielen internationale Vorschriften eine immer größere Rolle bei der Homologation und Zulassung von Fahrzeugen und Teilen. Dies zeigte sich nicht zuletzt in Vorträgen zu Anforderungen in China, Taiwan, Russland und Brasilien. Aber auch in Europa bedingt neue Technik ein verändertes Vorgehen, beispielsweise bei Elektrofahrzeugen und Technologien zum autonomem Fahren.

Mehr Bürokratie durch die Zuständigkeit der EU treibt auch die Hersteller von Sonderfahrzeugen wie Wohnmobilen um. Gerade für Kleinserien und zahlreiche Aufbau-/Fahrgestellkombinationen ist der Aufwand hoch. Deshalb fand die Vorstellung einer Software zur Erstellung von COC-Zertifikaten (Certificate of Conformity) bei den Vertretern der Branche große Aufmerksamkeit.

Weitere Informationen zum Thema Homologation unter www.tuev-sued.de .


TÜV SÜD ist ein international führender Dienstleistungskonzern mit den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und ZERTIFIZIERUNG. Mehr als 16.000 Mitarbeiter sind an über 600 Standorten weltweit präsent. Die interdisziplinären Spezialistenteams sorgen für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Als Prozesspartner stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden.

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