Virtuelle Spielhalle eröffnen – ein lukratives Geschäft?

Virtuelle Spielhalle eröffnen – ein lukratives Geschäft?

In Deutschland ist das Glücksspiel sehr beliebt und der Markt boomt. Hinzu kommt, dass das Glücksspiel seit Mitte Oktober 2020 bereits legalisiert ist und sich der Glücksspielstaatsvertrag in der Übergangsregelung befindet, bis das dieser zum 01. Juli 2021 vollständig in Kraft tritt.

Glücksspiel in Deutschland – ein Milliarden Markt

Im Jahr 2019 wurde im gesamten Glücksspielmarkt in Deutschland ein Bruttospielertrag von rund 13,3 Milliarden Euro erzielt (Spieleinsätze minus Gewinnauszahlungen). Allein der nicht regulierte Markt und damit sind die virtuellen Spielhallen gemeint, wurde ein Bruttospielertrag von 514 Mio. Euro erzielt. Statistiken zeigen auf, dass für rund 63 Prozent der Deutschen der Geldgewinn das Hauptmotiv ist, um am Glücksspiel teilzunehmen. Bei solchen Zahlen ist der Gedanke sich selbstständig im online Glücksspielbereich selbstständig zu machen, nicht abwegig. Denn schließlich sind alle Anbieter einmal klein angefangen wie beispielsweise NetBet Games. Doch wie wird eine Internet Spielothek eröffnet und was gilt es zu beachten? Wichtig ist zuerst einmal, sich mit den rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten des deutschen Glücksspiels auseinandersetzen – und hier wird es „haarig“ vor allem in Hinsicht auf die strengen Vorgaben durch das neue deutsche Glücksspielstaatsgesetz.

Ohne Businessplan läuft nichts

Theoretisch ist es heutzutage relativ einfach, sich in der online Glücksspielbranche selbständig zu machen um sich so eine Scheibe von dem Kuchen abzuschneiden. Wie mit jedem anderen Unternehmen ist derjenige der eine virtuelle Spielhalle eröffnet, selbstständig. Dieses Geschäft kann dann allein als Einzelunternehmer aufgezogen werden oder mit einem Geschäftspartner als GbR oder GmbH. Auch die Notwendigkeit eines Businessplans ist hier ebenso wichtig wie bei jedem anderen Geschäft, das man als Existenzgründer eröffnen möchte. Folgende Punkte müssen in diesem dargestellt und umfassend erörtert werden:
  • Zielsetzungen
  • Gründerpersonen
  • Wettbewerbslage
  • Finanzierungsgedanken
In dem Businessplan wird nicht nur die Geschäftsidee vorgestellt, sondern zugleich der oder die Gründer mit ihren Qualifikationen und Fähigkeiten, die dazu befähigen, das entsprechende Business erfolgreich aufzubauen. Zwei der wichtigsten Punkte im Rahmen eines Businessplans ist zum einen die Wettbewerbslage sowie die ausführlichen Gedanken rund um die Kapitallage und der Finanzierung für das gesamte Vorhaben. Bei der Anfertigung eines solchen Plans sollte sich der angehende Unternehmer vor Augen führen, dass dieser nicht nur für einen selbst erstellt wird, sondern auch für potenzielle Kapitalgeber.

Ein enormes Startkapital ist notwendig

Wer ein online Glücksspielportal aufbauen möchte, der muss dafür selbstverständlich eine Webseite erstehen und diese muss in der Initialphase zuerst programmiert werden. Zu Beginn handelt es sich bei diesem Punkt vielleicht um einen der größten Stolpersteine, die zu meistern sind. Denn schließlich gilt es sich einige Gedanken zu machen: Welche Funktionen sollen auf der Webseite im Einzelnen enthalten sein? Wie soll das Design ausgestaltet sein? Gibt es ein spezielles Seitenthema? Hier gilt es viel Zeit in die Planungsphase zu stecken, denn kommt es im Nachhinein zu Änderungen, dann können diese nicht nur wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, sondern auch deutlich höhere Kosten verursachen. Wem es nur darum geht eine „herkömmliche“ Webseite aufzubauen, der kann aus Gründen der Kostenersparnis auf fertige Templates zurückgreifen. Diese werden dann nur noch angepasst bzw. man lässt diese anpassen. Bei den virtuellen Spielbanken gibt es einige Anbieter von einer sogenannten White-Label Software. Hier sind dann die Spiele-Provider direkt eingebunden mit den entsprechenden Spielen, ebenso wie Zahlungsanbieter und Kundenservice. Nicht unwichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO), die bereits bei der Programmierung zu berücksichtigen ist. Zudem sollte auf jeder Seite des Portals der Content suchmaschinenoptimiert sein und auch der visuelle Content muss mit einbezogen werden.

Die große Hürde: die Lizenzierung

Wer sich im online Glücksspielgeschäft in Deutschland selbstständig machen möchte, der muss seit dem 15. Oktober 2020 nach den strengen Vorgaben des 3. Glücksspielstaatsvertrages handeln. Was bedeutet das? Als erstes Dürfen lediglich nur Spielautomaten angeboten werden und um überhaupt eine deutsche Lizenz zu erhalten, muss der Betreiber eine Sicherheitsleistung erbringen, die sich auf 5 Mio. Euro beläuft, wobei diese bis auf max. 50 Mio. Euro erhöht werden kann von der Regulierungsbehörde. Günstiger wird es mit einer EU-Lizenz bspw. von Curaçao. In dem Fall dürfen dann auch Tisch- und Kartenspiele angeboten werden sowie Jackpot-Slots und Live Casino Games. Nachteil ist, dass damit gerechnet werden muss, dass die Webseite irgendwann für die deutschen Spieler nicht mehr erreichbar ist, da diese geblockt wird.

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