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Wie sich Strafzölle auf das Aktienportfolio auswirken

Seit Anfang März sind online wie offline die Nachrichten voll von News über die von US-Präsident Trump angekündigten Strafzölle. Zuerst sollen diese für Stahl und Aluminium, später auch für andere Güter wie beispielsweise Autos gelten. Besonders Exportnationen wie Deutschland, China und Japan wären durch diese Beschränkungen massiv betroffen. Insbesondere die Autoindustrie fürchtet derartige Handelshemmnisse. Kein Wunder, dass die Nachrichten an den Aktienmärkten für gehörig Unruhe gesorgt haben und den Kursen einer ganzen Reihe von Unternehmen einen Dämpfer verpassten.

Seitdem fragen sich viele Anleger, ob sie Ihr Geld in Aktien lassen sollen. Im Vergleich zu früheren Zeiten haben viele von ihnen heutzutage den Vorteil, dass sie über ein Onlinekonto bei Plattformen wie Weiss Finance verfügen, auf denen sie ihre Aktien, aber auch Devisen, Anleihen oder Rohstoffe quasi in Echtzeit kaufen und verkaufen können. Auf diese Weise können sie schnell auf aktuelle Entwicklungen reagieren und sehr viel freier und direkter über die Umschichtung ihres Portfolios entscheiden, als wenn sie ihre Orders per Telefon oder gar per Gang zum nächsten Bankschalter abgeben müssten. Deshalb verfolgen viele die News zum Thema zur Zeit ganz genau. Kein Wunder, wirken sich Strafzölle doch extrem negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der exportierenden Unternehmen aus. Niedrigere Verkaufszahlen und höhere Ausgaben für absatzfördernde Maßnahmen sorgen gleichermaßen für sinkende Einnahmen und wachsende Kosten – beides Gift für die Gewinnsituation und den Aktienkurs.

Doch nicht nur Firmen aus europäischen oder asiatischen Staaten sind von der Entwicklung betroffen. So haben Verantwortliche der EU-Verwaltung bereits angekündigt, dass sie bei Eintritt der Strafzölle sofort Gegenmaßnahmen ergreifen, indem sie Zölle auf aus den USA importierten Waren erheben. Auf diese Weise leiden auch im Heimatland des US-Präsidenten Unternehmen unter den Auswirkungen einer derart protektionistischen Politik.

Bereits jetzt reagieren Aktienhändler sehr nervös, worunter insbesondere die Kurse exportorientierter Firmen leiden. Falls die Lage eskaliert und sich ein Handelskrieg anbahnt, indem beispielsweise tatsächlich von beiden Seiten Zölle auf PKW oder Elektroartikel eingeführt werden, würde höchstwahrscheinlich eine wahre Flucht aus Aktien starten, als deren Folge die Börsen rund um den Erdball gehörige Verluste zu erleiden hätten. Keine guten Nachrichten für Anleger, die ihr Geld in Aktien angelegt haben. Dabei war die Entwicklung in den letzten Jahr äußerst positiv, und auch mittelfristig sprach wenig gegen eine nachhaltige Schwächung der Aktienkurse, Sicher, die schon lange auf ihrem historischen Tief verharrenden Leitzinsen werden im Euroraum oder den USA in diesem oder spätestens im nächsten Jahr erhöht. Eine moderate Entwicklung ist von den Aktienprofis jedoch bereits in den Kursen eingepreist, sodass dies keine größeren Auswirkungen haben sollte. Auch die generelle weltweite Wirtschaftslage verheißt Gutes, denn global herrscht eine rege Nachfrage, dementsprechend positiv entwickeln sich Umsätze und Gewinne der Unternehmen.

Doch wenn Aktienbesitzer eine Sache hassen, ist es die Unsicherheit. Die aktuelle Unruhe verleitet deshalb sicher so manchen Investor, seine Strategie erneut zu überdenken. Besonders risikoscheue Anleger könnten in dieser Situation dazu verleitet werden, ihre Aktienpositionen zugunsten anderer Anlegeformen zu reduzieren. Je mehr Aktienbesitzer diesem Beispiel folgen, desto stärker geraten die Kurse zusätzlich unter Druck. Aus einer solchen Situation kann sich relativ schnell eine Abwärtsspirale entwickeln, die im Endeffekt auf breiter Front zu fallenden Aktienkursen führt. Es ist deshalb kein Wunder, dass sich Experten weltweit einig sind, dass Strafzölle und andere protektionistische Maßnahmen allen Beteiligten schaden. Den Investoren bleibt zu wünschen, dass es nicht so weit kommt.

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